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© Hl. Katharina, Hochaltar Pfarrkirche Neumarkt

Hl. Katharina, Hochaltar Pfarrkirche Neumarkt

Hl. Katharina/Alexandrien

Kirchen- und Pfarrpatronin von Neumarkt

Schutzpatronin des Pflegewohnhauses

Märtyrerin, Nothelferin
* in Zypern (?)
† 307 (?) in Alexandria in Ägypten

Gedenktag: 25.11.

 

Katharina heißt „die Reine“, die in sich klar und lauter ist. Sie war eine Königstochter von schönem Aussehen. Da sie ihre Eltern früh verloren hatte, lebte sie allein mit Dienern in ihrem Palast. Sie war in allen Künsten und Wissenschaften sehr gut ausgebildet. Sie besaß Reichtum, Schönheit und Weisheit. Ein Einsiedler hatte sie in der Lehre Christi unterwiesen und getauft. Als der Kaiser Maxentius in die Stadt kam und die Christen vor die wilden Tiere warf, trat Katharina ihm öffentlich entgegen und machte ihm schwere Vorwürfe. Der Kaiser war von ihrer Schönheit und Klugheit angetan. Er ließ 50 Philosophen kommen, um Katharina zu widerlegen. Doch Katharina überwand sie alle. Und viele von ihnen ließen sich taufen. Da befahl der Kaiser, sie alle auf dem Scheiterhaufen zu verbrennen. Katharina ließ er mit Ruten schlagen und schwer verwundet in den Kerker schaffen. Aber Christus und seine Engel pflegten sie. Als die Kaiserin die Gefangene in der Abwesenheit ihres Mannes heimlich nachts besuchte, wunderte sie sich, dass diese in leichtendes Licht getaucht war. Katharina überzeugte sie vom christlichen Glauben, dass die Kaiserin sich taufen ließ. Nachdem der Kaiser zurückgekommen war, wunderte er sich, dass Katharina genauso blühend aussah als zuvor. So befahl er, dass man vier Eisenräder fertigte, mit spitzen Nägeln daran. Mit denen sollte sie zu Tode geschleift werden. Doch ein Engel kam und zerstörte das Räderwerk. Der Kaiser war wütend und befahl, Katharina zu enthaupten. Aus ihrem Leib floß kein Blut, sondern Milch. Ihr Leichnam wurde von Engeln aufgenommen und zum Berg Sinai getragen, dorthin, wo Mose vor dem brennenden Dornbusch gestanden hatte.

Das zerbrochene Rad, mit dem Katharina dargestellt wird, kann verschiedene Bedeutungen haben. Einmal ist es ein Bild des Sonnenrades und des göttlichen Lichtes. Katharina, die reine Frau, ist Tochter der Sonne. Sie zeigt, dass die Sonne alles in uns erleuchten kann. Das Rad kann auch ein Bild für das Spinnrad sein, das ein Attribut der Göttin Freya (germanische Liebesgöttin) war. Deren Fest beging man am 25. November, dem späteren Katharinen-Tag. Das Rad zeigt uns, dass Gott unsere Fäden in den Händen hält. An diesem Tag durfte man kein Spinnrad treiben. „Am Kathreinen –Tag darf kein Rad rundgehen“, sagt der Volksmund. Der 25. November leitet schon zum Advent über. Das alte Rad hat sich zu Ende gedreht. Das Rad kann aber auch ein Bild für das Todesrad sein, für das Auf und Ab, das unser Dasein bestimmt. Das zerbrochene Rad wiederum ist ein Zeichen, dass wir frei geworden sind von der Anbindung an das Rad des Todes. Engel zerstören wie bei Katharina auch bei uns das Rad der Gebundenheit und führen uns in die Freiheit Christi. Sterbende dürfen mit Katharina vertrauen, dass ihr Schicksalsrad durch die göttliche Hilfe durchbrochen wird. Unser Rad wird in Gott hinein vollendet.

Quelle: Anselm Grün, Wunden zu Perlen verwandeln



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